Hamburg – [–>Schwerer Schlag gegen die organisierte Kriminalität in Hamburg. Nach mehreren Schießereien seit dem Sommer schlug die Soko Kinesis in der vergangenen Nacht zurück. In der Innenstadt, der HafenCity und auf St. Pauli wurden mehrere Autos gestoppt. Mehrere Tatverdächtige wurden festgenommen – darunter ein führendes Mitglied der Hells Angels.
Zivilfahnder der Polizei Hamburg und Zollbeamte hatten nach einer Geldübergabe gegen 22 Uhr an der Bugenhagenstraße zunächst mehrere schwarze Luxusautos angehalten. Volltreffer! In einem der Wagen saß nach übereinstimmenden Medienberichten der Rockerboss.
So lief die Festnahme in Hamburg ab
Er soll eine Schusswaffe dabei gehabt haben, wurde in seinem Rollstuhl festgehalten und schließlich abgeführt. Laut Abendblatt wurden dem Mann von den Beamten der Polizei vor Ort unter anderem Waffenbesitz und Geldwäsche vorgeworfen.
Die Beamten durchsuchen die Luxuswagen vom Rockerboss und seiner Eskorte
Noch mehr Festnahmen
Insgesamt wurden auf der Bugenhagenstraße fünf Männer festgenommen. Die Luxusautos, darunter eine Mercedes S-Klasse und ein BMW X5, wurden durchsucht.
Neben dem Rockerboss wurden weitere Verdächtige festgenommen
Kurz darauf stoppten Polizisten weitere Fahrzeuge auf der Reeperbahn und in der HafenCity. Am Sandtorkai wurden laut NDR zwei weitere mutmaßliche Hells-Angels-Mitglieder festgenommen. Auch sie sollen bewaffnet gewesen sein.
Die Razzia ist laut Abendblatt eine Reaktion auf die Häufung von Schießereien in der Hansestadt Hamburg seit dem Sommer. Seit August kamen demnach zehnmal illegale Schusswaffen zum Einsatz. Die schwerwiegendste Tat ereignete sich am 1. September, als zwei Männer an der Lagerstraße auf St. Pauli erschossen und ein weiterer schwer verletzt wurden.
Polizeipressesprecher Sebastian Born zu BILD: „Wir verfolgen eine klare und konsequente Linie gegen bewaffnete Kriminelle. Null Toleranz für das Tragen illegaler Waffen in Hamburg! Wer meint, mit einer Waffe ungestört durch Hamburg ziehen zu können, irrt gewaltig. Jede Kontrolle kann die letzte in Freiheit sein.“