Prinzessin Diana (†36), Madonna (68), Nicole Kidman (59): Sie alle vertrauten ihre Haare seinen Händen an. John Frieda machte aus Frisuren Trends und aus seinem Namen eine weltbekannte Haarpflege-Marke. Jetzt ist der britische Starfriseur im Alter von 75 Jahren gestorben.
„Schweren Herzens teilen wir die Nachricht, dass unser lieber John friedlich im Kreise seiner Familie verstorben ist“, machte sein Salon die traurige Nachricht am Dienstagabend auf Instagram öffentlich.
„Eine wahre Ikone der Friseurbranche“
Weiter schreiben seine Weggefährten: „John war für uns mehr als ein Mentor; er war eine wahre Ikone der Friseurbranche. Er war der Mensch, der uns alles beigebracht hat, an uns geglaubt und uns zu besseren Menschen gemacht hat.“ Sein Talent und seine Leidenschaft hätten viele Menschen berührt und sein Vermächtnis werde weiterleben. „Ruhe in Frieden, John. Du wirst für immer in unseren Herzen sein.“ Eine Todesursache wurde nicht genannt.
Der Haar-Mogul bewegte sich in prominenten Kreisen. John Frieda (damals 63, r.) mit Popstar Elton John (damals 68) bei einer privaten Feier der Elton John Aids Foundation am 1. Juni 2015 in London
Lady Di, Madonna und Mick Jagger saßen bei ihm auf dem Stuhl
Der britische Friseur und Haarpflege-Unternehmer John Frieda wurde am 9. Juli 1951 als Alan Howard Frieda in Kenton in Middlesex geboren. Das Friseurhandwerk lag in der Familie: Sein Vater besaß einen Salon, sein Großvater war Barbier. Schon früh arbeitete er sich in die Welt der Schönen und Berühmten vor. Er frisierte Model Twiggy (77) und Musiklegende Mick Jagger (83). 1976 gelang ihm ein besonderer Coup: Für die britische Schauspielerin Joanna Lumley (80) und ihre Rolle in „The New Avengers“ kreierte er den berühmten „Purdey“-Schnitt. Im selben Jahr eröffnete er seinen eigenen Salon. Später vertrauten ihm auch Madonna, Nicole Kidman oder Prinzessin Diana ihre Haare an.
Sein berühmtester Schnitt: Joanna Lumley (damals 30) präsentiert im Januar 1977 den von John Frieda (damals 25) kreierten „Purdey“-Look. Für Lumleys Rolle als Purdey in der TV-Serie „The New Avengers“ schuf der Starfriseur den markanten, kurzen, rund geschnittenen „Schuljungen“-Haarschnitt, der zum Trend wurde
Mit Frizz-Ease wurde sein Name zur Weltmarke
Doch John Frieda wollte nicht nur Haare schneiden. Gemeinsam mit der US-Managerin Gail Federici (77) entwickelte er eigene Haarpflegeprodukte. 1988 kam Frizz-Ease auf den Markt, später folgte Sheer Blonde. 2002 verkaufte er die Marke an den japanischen Konzern Kao, seine Salons behielt er.
Sängerin Lulu (damals 27) und Starfriseur John Frieda (damals 25) nach ihrer Hochzeit am 8. Oktober 1976 in London. Die Ehe hielt rund 16 Jahre, 1992 wurde das Paar geschieden
Starfriseur John Frieda (damals 68) und seine zweite Frau Frances Avery Agnelli (damals 53) am 30. September 2019 während der Paris Fashion Week
Auch privat war Frieda mit prominenten Namen verbunden. Von 1976 bis 1992 war er mit Sängerin Lulu (78) verheiratet. Die beiden bekamen Sohn Jordan (49). Später heiratete er Frances Avery Agnelli (61, Witwe des Fiat-Erben Giovanni Alberto Agnelli), bekam mit ihr die Kinder Leyla (21) und Jackson (19). Stieftochter Asia Agnelli Lagrange (29) nahm auf Instagram von John Frieda Abschied. Traurig schrieb sie zu einer Fotogalerie mit Bildern des gemeinsamen Lebens: „Wir haben den besten Menschen verloren, den es je gab. Ich teile das, weil ich weiß, dass er das Leben so vieler Menschen berührt hat.“