Marius Borg Høiby: নয় মাস পর হেফাজত থেকে মুক্তি

Marius Borg Høiby: নয় মাস পর হেফাজত থেকে মুক্তি


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Oslo (Norwegen) – [–>Nach neun Monaten Untersuchungshaft kommt Marius Borg Høiby frei! Die Staatsanwaltschaft wollte ihn weitere vier Wochen in Untersuchungshaft halten. Doch das Gericht entschied anders. Für Marius Borg Høiby (29) endet eine zermürbende Zeit auf Skaugum. Der Sohn von Königin Mette-Marit (53) wird nach neun Monaten aus der Untersuchungshaft entlassen. Das entschied das Osloer Amtsgericht am Montagnachmittag. Damit dürfte auch die Zeit mit elektronischer Fußfessel auf dem königlichen Anwesen Skaugum zu Ende gehen.

Eine Entscheidung gegen den Willen der Staatsanwaltschaft! Die hatte gefordert, Marius Borg Høiby weitere vier Wochen in Untersuchungshaft zu halten. Seine neuen Verteidiger Alexander Greaker (35) und Daniel Storrvik (36) verlangten dagegen seine Freilassung und konnten sich vor Gericht durchsetzen. Daniel Storrvik, der Anwalt von Marius, gegenüber dem TV-Sender TV2: „Marius ist erleichtert über diese Entscheidung. Die Staatsanwaltschaft hat gegen das Ergebnis Berufung eingelegt, ohne die Begründung des Gerichts zu kennen. Daher erwarten wir, dass sie es sich noch einmal überlegt, sobald sie den Inhalt der Gerichtsentscheidung kennt.“

Falls das der Fall sein sollte, könnte Marius bereits am Dienstag die Fußfessel ablegen.

Einer von Marius’ neuen Anwälten: Rechtsanwalt Alexander Rydberg Greaker

Foto: danapress

Ende seiner Fußfessel

Bei der ungewöhnlich umfangreichen Anhörung sagten unter anderem ein Vertreter der Bewährungshilfe und ein Psychiater über die Folgen der monatelangen Fußfessel aus. Teile der Verhandlung fanden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Verteidiger Daniel Storrvik sagte anschließend: „Es ist eine Isolation, die es für ihn sehr, sehr schwer macht.“ Laut Verteidigung habe Marius Borg Høiby zudem gezeigt, dass er sich von Drogen und neuen Straftaten fernhalten könne.

Marius ist jetzt angeblich auf Jobsuche

Foto: Heiko Junge/NTB Scanpix/AP/dpa

Die Staatsanwaltschaft hält die Freilassung für verfrüht

Verstöße gegen die Auflagen seiner Untersuchungshaft seien nicht bekannt geworden. Die Staatsanwaltschaft hielt eine Freilassung dennoch für verfrüht und verwies unter anderem auf die Gefahr weiterer Straftaten. Staatsanwältin Oda Karterud erklärte nach der Anhörung: „Die Zeit ist einfach noch nicht reif dafür.“ Das Gericht kam jedoch zu einer anderen Einschätzung und entschied zugunsten von Marius Borg Høiby.

Marius Borg Høiby (29) wurde im Juni in Oslo zu vier Jahren Haft verurteilt, unter anderem wegen zweier Vergewaltigungen. Er hat gegen Teile des Urteils Berufung eingelegt, im Februar 2027 geht der Fall in die nächste Instanz

Foto: ANE HEM/AFP

Seit seiner Festnahme am 1. Februar saß Marius Borg Høiby erst im Gefängnis – nach seiner Verurteilung dann mit Fußfessel in einem eigenen Haus auf Skaugum. Das Anwesen durfte er nur mit Genehmigung verlassen, für Besuche bei seiner Mutter Mette-Marit im Haupthaus waren täglich drei Stunden erlaubt.

Jetzt will Marius arbeiten

Marius Borg Høiby möchte sich laut der norwegischen Zeitung „Se og Hør“ nun verstärkt um einen Job bemühen. Bislang scheiterte die Suche laut seinem Anwalt unter anderem am fehlenden Führerschein, an schlechten Verkehrsverbindungen und der großen öffentlichen Aufmerksamkeit; Menschen aus seinem Umfeld sollen ihm nun bei der Jobsuche helfen.

Der Sohn von Königin Mette-Marit hat keine ordentliche Berufsausbildung und ist nicht Teil der norwegischen Thronfolge

Foto: Getty Images for Tempus Magazine

Doch der nächste Prozess wartet

Juristisch ist der Fall längst nicht beendet: Marius Borg Høiby wurde im Juni zu vier Jahren Haft verurteilt, unter anderem wegen zweier Vergewaltigungen und Misshandlung seiner Ex-Freundin Nora Haukland. Gegen diese Teile des Urteils hat er Berufung eingelegt. Am 9. Februar 2027 soll der Fall erneut vor Gericht kommen. Bis zu einer rechtskräftigen Entscheidung gilt die Unschuldsvermutung.



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